TRAININGS-
WISSENSCHAFT
Unsere Kernaufgabe ist die sportwissenschaftliche Unterstützung von Spitzen- und Nachwuchsathletinnen und -athleten am Olympiastützpunkt Stuttgart. Durch eine individualisierte Trainings- und Belastungssteuerung in enger Zusammenarbeit mit den verantwortlichen Trainerinnen und Trainern entwickeln wir gezielt sportliche Höchstleistung.
TEAM-PORTRAITS

Dr. Ioannis Sialis
Teamleiter Trainingswissenschaft
sialis@osp-stuttgart.org
0711-28077-484
Kernbereiche
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Kraftdiagnostik
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Trainingssteuerung
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Biomechanische Leistungsdiagnostik (Kinemetrie/3D-Bewegungsanalyse)
Sportarten
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Leichtathletik (Sprung/Wurf/Mehrkampf)
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Radsport: Bahn/Straße
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Schießen: Bogen/Pistole/Gewehr

Robert Bollinger
Trainingswissenschaft / Vertrauensperson / Schutzbeauftragter
bollinger@osp-stuttgart.org
0711-28077-486
Kernbereiche
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Kraftdiagnostik
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Trainingssteuerung
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OSP-Vertrauensperson/Schutzbeauftragter
Sportarten
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Beachvolleyball
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Gerätturnen
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Rhythmische Sportgymnastik
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Volleyball

Eric Lehmann
Trainingswissenschaft
lehmann@osp-stuttgart.org
0711-28077-483
Kernbereiche
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Kraftdiagnostik
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Trainingssteuerung
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Biomechanische Leistungsdiagnostik (Kinemetrie)
Sportarten
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BMX
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Handball
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Leichtathletik (Sprint/Sprung/Merhkampf)

Nicolas Neumann
Trainingswissenschaft
neumann@osp-stuttgart.org
0711-28077-488
Kernbereiche
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Physiologie
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Kraftdiagnostik
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Trainingssteuerung
Sportarten
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Fußball
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Judo
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Leichtathletik (Lauf/Hürde)

Paul Schröder
Trainingswissenschaft
schroeder@osp-stuttgart.org
0711-28077-498
Kernbereiche
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Physiologie
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Rehabilitation
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Kraftraum-Management
Sportarten
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Fechten
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Handball
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Trampolin

Udo Strohäker
Assistenz Trainingswissenschaft
strohaeker@osp-stuttgart.org
0711-28077-498
LEISTUNGEN
Leistungsdiagnostik
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Kraftdiagnostik
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Spirometrie und Spiroergometrie
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Laktatdiagnostik
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Sprungdiagnostik
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Schnelligkeitsdiagnostik
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Kinemetrie/3D-Bewegungsanalyse
Belastungsmonitoring
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Subjektive und objektive Belastungsmarker
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Digitale Erfassung und Auswertung
Trainingsplanung
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Definition von Trainingszielen
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Trainingsperiodisierung
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Trainingsplanerstellung
Forschung
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Optimierung von Mess-/ Informationssystemen
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Analyse des aktuellen Forschungsstands
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Wissensvermittlung
Prävention und Rehabilitation
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Wiedereingliederung in den Trainings- und Wettkampfbetrieb (Return-to-Competition)
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Reduktion des Verletzungsrisikos
Wettkampfdiagnostik
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3D-Analyse Hochsprung
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Sprintanalyse
Datenanalyse
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Aufbau Leistungsdatenbank
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Normwertanalyse
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Soll-Ist-Vergleiche
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Leistungsverlaufsanalysen
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Trainingswirkungsanalysen
LEISTUNGSDIAGNOSTIK
Leistungsdiagnostik bezeichnet die systematische Erfassung, Analyse und Bewertung der körperlichen, physiologischen und psychischen Leistungsfähigkeit von Athletinnen und Athleten. Ziel ist es, Training und Wettkampf optimal zu steuern, Leistungen zu verbessern und Überlastungen oder Verletzungen zu vermeiden.
Leistungsdiagnostik macht Training objektiv, individuell und messbar. Besonders im Leistungssport ist sie eine zentrale Grundlage für langfristige Leistungsentwicklung und Erfolg.
Ziele der Leistungsdiagnostik
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Bestimmung des aktuellen Leistungsstands
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Individuelle Trainingssteuerung (Belastung, Intensität, Umfang)
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Kontrolle des Trainingsfortschritts
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Früherkennung von Übertraining und Verletzungsrisiken
1.Isokinetische Kraftdiagnostik Ziel: Ermittlung der maximalen Muskelkraft und muskulären Dysbalancen unter kontrollierten Bewegungsbedingungen. Funktionsprinzip: Bewegungsgeschwindigkeit wird konstant gehalten („isokinetisch“), während der Sportler maximale Kraft entfaltet. Das System (IsoMed 2000) misst Drehmoment, Leistung und Arbeit in verschiedenen Gelenkwinkeln. Typische Messbereiche: Knie‑ und Hüftgelenk, Schulter, Ellbogen. Erfassbare Werte: Maximalkraft (Peak Torque) Kraft-Zeit-Verlauf Agonist-Antagonist-Verhältnis (z. B. Quadrizeps vs. Hamstrings) Seitenvergleiche (links vs. rechts) Anwendungsgebiete: Rehabilitation nach Verletzungen Überprüfung von muskulären Dysbalancen Trainingssteuerung zur Kraftoptimierung
2. Spiroergometrie) Ziel: Analyse der Atmungsfunktion und der aeroben Leistungsfähigkeit. Funktionsprinzip: Messung der Lungenvolumina, Atemzüge und Ventilation während Ruhe oder Belastung (z. B. auf dem Laufband oder Fahrradergometer). Bei Spiroergometrie werden zusätzlich Sauerstoffaufnahme (VO₂) und Kohlendioxidabgabe (VCO₂) gemessen. Kennwerte: VO₂max– maximale Sauerstoffaufnahme, Indikator für Ausdauerleistungsfähigkeit Atemminutenvolumen (VE) Atemeffizienz (VE/VO₂, VE/VCO₂) Respiratorischer Quotient (RQ oder RER) Anwendungsgebiete: Ausdauerleistungsdiagnostik Stoffwechselanalyse Bestimmung individueller anaerober Schwellen zur Trainingssteuerung
3.Laktatdiagnostik Ziel: Bestimmung der anaeroben Schwelle und Beurteilung der Ermüdungsresistenz. Funktionsprinzip: Während einer stufenförmig ansteigenden Belastung (z. B. auf Laufband oder Ergometer) wird Blut aus dem Ohrläppchen oder der Fingerbeere entnommen. Analyse des Laktatwerts (mmol/L) bei jeder Stufe. In Kombination mit Herzfrequenzmessung wird die individuelle anaerobe Schwelle (IAS) bestimmt. Kennwerte: Laktatakkumulation in Abhängigkeit von der Belastung Schwellenwert (z. B. 4 mmol/L oder individueller Punkt) Trainingszonen (GA1, GA2, WK-Bereich) Anwendungsgebiete: Trainingssteuerung im Ausdauersport Beurteilung der Wettkampfvoraussetzungen Überwachung von Regeneration und Ermüdung
4.Sprungdiagnostik Ziel: Analyse der Explosiv- und Reaktivkraft der unteren Extremitäten. Funktionsprinzip: Einsatz von Kraftplatten, die Kraft-Zeit Verläufe messen. Typische Testformen: Counter Movement Jump (CMJ) Squat Jump (SJ) Drop Jump (DJ) Messgrößen: Sprunghöhe Kontaktzeiten (DJ) Maximale Kraft und Leistung Reaktivitätsindex (DJ) Anwendungsgebiete: Entwicklung und Steuerung der Schnellkraft und Reaktivkraft Belastungssteuerung in Sprung- und Laufdisziplinen Leistungsmonitoring (bei Schnellkraftsportarten)
5.Sprintdiagnostik bzw. Geschwindigkeitsmessung mit Lasermesssystemen Ziel: Quantifizierung der Sprintleistung, Beschleunigung und Lauftechnik durch präzise Messung der Bewegungsgeschwindigkeit in Echtzeit. Verwendung von Lichtschranken oder Lasermesssystemen (LAVEG) über verschiedene Distanzen (z. B. 5 m, 10 m, 30 m, 60 m). Ermittlung von: Reaktionszeit Beschleunigungsprofil Maximalgeschwindigkeit Sprintfrequenz und Schrittlänge Anwendungsgebiete: Technik‑ und Startanalyse Vergleich von Trainingsblöcken Entwicklung von Sprintökonomie Ermittlung der Anlaufgeschwindigkeit und Anlaufgestaltung bei den Sprungdisziplinen
6.Kinemetrie / 3D-Bewegungsanalyse Ziel: Exakte Erfassung und Bewertung von Bewegungsabläufen. Funktionsprinzip: Einsatz von mindestens zwei Kameras zur Erfassung des Bewegungsverlaufs. Berechnung der Gelenkwinkel, Segmentbewegungen und Geschwindigkeiten im dreidimensionalen Raum. Ergänzend können Kraftmessplatten und Elektromyographie (EMG) integriert werden zur Erfassung von Muskelaktivität. Ausgabeparameter: Gelenkwinkelverläufe. Bewegungsgeschwindigkeiten und -beschleunigungen. Koordinationsmuster. Symmetrien, Haltungs‑ und Technikfehler. Anwendungsgebiete: Techniktraining (z. B. Wurf, Sprung, Lauf). Biomechanische Bewegungsoptimierung.
